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Kerstin Boll

quiVendo Berater-Marketing

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KI ist kein Texter. Sie ist ein Spiegel.

  • Autorenbild: Kerstin Boll
    Kerstin Boll
  • 18. Dez. 2025
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Dez. 2025

Wie du mit künstlicher Intelligenz sichtbar machst, was dein Denken und Arbeiten prägt.

  • Mit KI machst du sichtbar, was du oft intuitiv tust.

  • Sie zeigt dir Muster in deinem Denken und Stellen, an denen du unklar wirst.

  • 2026 zählt Klarheit. Ein sauberes Profil macht sichtbar, wofür du stehst und welchen Wert deine Arbeit hat.



Wenn du seit vielen Jahren als Berater oder Beraterin unterwegs bist, trägst du umfassendes Erfahrungswissen in dir – vollkommen selbstverständlich. Dir fällt gar nicht mehr auf, wie du vorgehst. Welche Fragen du stellst. Wo du tiefer gräbst. Welche Muster du erkennst, lange bevor andere sie sehen.


Deshalb fällt es dir schwer, auf den Punkt zu sagen, was dich auszeichnet.

Das allerdings wollen potenzielle Kundinnen und Kunden wissen, bevor sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden. Ohne diese Einordnung bleibt für sie unscharf, wofür du stehst.


Selbstbestimmung und Einordnung sind deshalb wichtig. Noch vor wenigen Jahren war dies ein mühsamer Prozess. Er verlangte Selbstreflexion, lange Gespräche und endete nicht selten in dem Gefühl, sich gedanklich im Kreis zu drehen.


Heute steht uns künstliche Intelligenz zur Seite, denn sie kann mehr als formulieren. Klug eingesetzt, analysiert sie deine bestehenden Texte, macht wiederkehrende Annahmen sichtbar, legt Denklogiken offen und zeigt, welche Themen deine Arbeit durchziehen.


Auf diese Weise hilft KI dabei, dein professionelles So-Sein in Sprache zu übersetzen – ohne es zu vereinfachen oder zu verfälschen.


In diesem Leitfaden zeige ich dir, wie du KI nutzen kannst, um dein Können und deine Erfahrung neu zu ordnen und zu benennen, was längst da ist. Das Ziel ist eine klare Beschreibung deiner Arbeit. Eine, die deine Kommunikation klärt und dich gut durch das Jahr 2026 trägt.


Die Frage hinter der Frage: Was kann ich eigentlich genau?

Als Beraterin oder Berater löst du viele Aufgaben aus deiner Erfahrung heraus. Für dich ist das selbstverständlich. Für Menschen, die dich noch nicht kennen, ist es das nicht. Sie brauchen Worte, um zu verstehen, wofür sie dich buchen sollten.


An dieser Stelle wird es oft unscharf. Entweder bleiben Beschreibungen sehr allgemein, oder sie bewegen sich auf einer Ebene, der man zustimmt, ohne sich etwas Konkretes vorstellen zu können.


Ein typisches Beispiel ist der Satz: „Ich begleite Transformationen.“ Das stimmt – und gleichzeitig gilt es für sehr viele andere auch. In einem Markt mit über 90.000 Beratungen sagt dieser Satz wenig darüber aus, was deine Arbeit im Kern prägt. Worin du dich unterscheidest, bleibt unsichtbar.


Doch in einem übersättigten Markt gewinnt nicht derjenige, der seine Einzigartigkeit am blumigsten beschreibt. Es gewinnt, wer seine Besonderheit am präzisesten auf ein konkretes Kundenproblem zuspitzt.


Deine Besonderheit ist der erste Schritt für einen überzeugenden Fokus. KI kann dir helfen, indem sie sichtbar macht, wie du denkst und arbeitest.


Wie KI dein Denken sichtbar macht

Wenn du KI mit Material aus deiner eigenen Arbeit fütterst, passiert etwas Interessantes: Projekt- oder Gesprächsnotizen, längere Texte, alte Artikel oder Mails enthalten mehr Informationen, als auf den ersten Blick sichtbar ist.


Die KI erkennt darin Muster, zum Beispiel:

  • wo du klare Linien ziehst

  • welches Menschenbild deiner Arbeit zugrunde liegt

  • welcher Leitgedanke sich durch deine Projekte zieht


Werden diese Muster sichtbar, kannst du bewusst mit ihnen arbeiten. Du erkennst, was du betonen möchtest, wo deine Beschreibung noch zu offen bleibt und an welchen Stellen Nachschärfen sinnvoll ist.


Entscheidend dabei: Die KI kann nur analysieren, was du ihr gibst.


Deshalb ist es wichtig, das Ausgangsmaterial sorgfältig auszuwählen: Texte, die dein heutiges Arbeiten abbilden und typisch für dich sind. Oder solche, die bereits zeigen, wohin du dich entwickeln möchtest.


Auf diese Weise entsteht ein überraschend klares Bild davon, wie du wirkst. KI macht sichtbar, was in deiner Arbeit angelegt ist, aber selten benannt wird.


Unschärfen erkennen und klären

Richtig hilfreich wird die Arbeit mit KI dann, wenn du auch unbequeme Fragen zulässt. Du kannst sie gezielt bitten, Schwächen oder Unschärfen zu benennen:

  • Wo bleibe ich vage?

  • Wo klinge ich austauschbar?


Besonders aufschlussreich ist es, die KI in die Rolle eines skeptischen Entscheiders 40+ zu versetzen. Sie schaut dann weniger wohlwollend und fragt genauer nach. Wie du auf diese Rückfragen antwortest, zeigt sehr deutlich, was deine Arbeit prägt.


Bei meiner Arbeit erlebe ich häufig, dass Beratende ihre Beschreibung mit Prozessbegriffen beginnen. „Klarheit schaffen“, „den Raum halten“, „alle Perspektiven einbeziehen“. Das ist alles wichtig und gehört dazu.


Für die Außensicht braucht es jedoch eine Formulierung, die auch das Ergebnis greifbar macht. Wofür wirst du konkret gebucht? Genau hier liegt eine Stärke von KI: Sie trennt Prozess und Ergebnis. Dadurch wird klarer, worin deine Leistung liegt.

Vom Bauchgefühl zur klaren Position

Eine präzise Beschreibung deines Könnens wirkt unmittelbar: auf deiner Website, in Angeboten und in Gesprächen. Sie gibt dir selbst Orientierung und erleichtert anderen die Entscheidung für dich.


Im Zusammenspiel mit KI lässt sich diese sprachliche und inhaltliche Schärfe weiterführen. Aus ihr kann ein Prompt entstehen, der nach dir klingt, und zwar deshalb, weil er auf deinen tatsächlichen Werten, Bildern und Denkwegen basiert.


Ein solcher Voice-and-Tone-Prompt übersetzt Textentwürfe zuverlässig in deine Sprache. Er hält fest,

  • wie du fachlich verortet bist

  • welches Menschenbild und welche Haltung deine Arbeit prägen

  • welche sprachlichen Do’s und Don’ts für dich gelten

  • welche Tonlage und Erklärungstiefe zu dir passen


So entsteht ein klar formulierter, dauerhaft nutzbarer Prompt, der deine Stimme über Kanäle und Zeit hinweg konsistent transportiert.


Dieser Prompt hilft dir, mit einer wiedererkennbaren Stimme zu schreiben, Inhalte leichter weiterzuverwenden und dein Menschenbild in Texten mitzudenken. Ab hier fühlt sich Sichtbarkeit oft weniger anstrengend an.


Ein kurzes Beispiel

Das Beispiel ist bewusst knapp gehalten. Es zeigt nicht, wie Inhalte „verbessert“ werden, sondern wie sich Ton, Bildsprache und Denkbewegung verändern, wenn die KI mit einer klaren sprachlichen Vorgabe arbeitet.


Generischer Text ohne persönlichen Prompt:


Der gleiche Gedanke mit persönlichem Prompt:



Was hier sichtbar wird:

Der inhaltliche Kern bleibt gleich. Was sich verändert, ist die Art zu denken und zu formulieren. Der Prompt hält typische Bilder, Werte und sprachliche Entscheidungen fest, auf die die KI beim Schreiben zurückgreift. Dadurch entsteht ein Text, der erkennbar einer bestimmten Stimme folgt.


Die Anleitung: Wie du damit weiterarbeitest

Jetzt wird es praktisch. Wenn du dein Profil für 2026 schärfen möchtest, findest du hier eine einfache Abfolge aus drei Schritten. Du kannst sie jederzeit erneut durchlaufen, mit neuem Material oder einem veränderten Fokus.


Schritt 1: Das Füttern – dein Rohmaterial

Wähle zwei oder mehr Texte aus deiner Arbeit aus und kopiere sie in einen Chat. Das können Fallstudien, längere Posts, Blogartikel oder andere Texte sein, die deine Arbeitsweise gut widerspiegeln. Entscheidend ist nicht die Form, sondern die Aussagekraft. Die Texte sollten typisch für dich sein und zeigen, wie du denkst und formulierst.


Wichtig dabei:

Je spezifischer und persönlicher das Material in diesem Schritt ist, desto präziser fällt die spätere Analyse aus. Vermeide glattgebügelte Pressetexte. Greife lieber zu Texten, in die viel Überlegung und Haltung eingeflossen sind.


Dann nutze diesen Prompt:




Schritt 2: Die Schärfung – deine klare Linie

Nach der ersten Analyse zeigt dir die KI, was sie erkannt hat. Jetzt geht es darum, diese Beobachtungen einzuordnen und weiter zuzuspitzen.


Mit dem nächsten Prompt gehst du eine Ebene tiefer. Du lässt dir zeigen, wo dein Profil bereits klar ist und wo es aus Sicht eines kritischen Entscheiders noch unscharf bleibt.


Lass mögliche Vorschläge der KI zunächst beiseite und kopiere stattdessen den folgenden Prompt in den Chat:



Schritt 3: Das System – Übertragung in den Alltag

Im letzten Schritt geht es darum, die zuvor herausgearbeiteten Linien und Unterscheidungen nutzbar zu machen. Die KI unterstützt dich dabei, daraus Themen abzuleiten, die du in deiner täglichen Kommunikation verwenden kannst.


Nutze dafür den nächsten Prompt und entwickle aus den Ergebnissen eine inhaltliche Struktur für deine Kommunikation:



Wenn du dein Profil für 2026 schärfen möchtest, braucht es keine komplizierten Systeme. Aber es braucht eine klare Abfolge. Erst das Rohmaterial sammeln. Dann Linien ziehen. Und schließlich überlegen, wie sich diese Klarheit in den Alltag übertragen lässt.


Zum Schluss

KI funktioniert. Sie verstärkt immer das, was bereits da ist.

Unklare Profile klingen glatter. Markante Positionen werden deutlicher.


Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, wie du KI nutzt, sondern was sie von dir verstärken soll.


Ich begleite meine Kundinnen und Kunden dabei, aus Erfahrung, Haltung und Sprache einen tragfähigen Voice-and-Tone-Prompt zu entwickeln. Einen, der als Übersetzung arbeitet.

So lässt sich KI als Instrument nutzen, das Klarheit über Texte, Kanäle und Zeit hinweg bewahrt. Manchmal hilft es, diese Fragen im Gespräch weiterzudenken. Dafür bin ich ansprechbar.

FAQ: Häufige Fragen zur Arbeit mit KI

Verändert KI meine inhaltliche Ausrichtung?

Nein. Sie macht nur sichtbar, was ohnehin da ist. Der Kern deiner Arbeit bleibt unangetastet.


Muss ich technisch versiert sein?

Nein. Es ist ein Dialog. Wenn du über deine Arbeit sprechen kannst, kannst du auch mit KI arbeiten.


Wie viel Zeit brauche ich für den ersten Durchlauf?

Oft reichen 30 bis 60 Minuten. Der größte Teil entsteht durch deine Antworten, nicht durch die Technik.


Was mache ich, wenn meine Texte zu kurz oder schon älter sind?

Nutze Gesprächsnotizen, Mails oder Projektbeschreibungen. Alles, was typisch für dein Arbeiten ist, eignet sich.


Kann KI meine Arbeit falsch darstellen?

Nur, wenn die Beispiele wenig zu dir passen. Je sorgfältiger deine Auswahl, desto präziser wird das Ergebnis.


Wofür nutze ich meinen persönlichen Prompt of Voice im Alltag?

Für alles, was eine klare Sprache braucht: Angebote, Posts, Kurzprofile, Präsentationen. Er hilft dir, überall mit einer Stimme aufzutreten.


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