Social Media für Trainer und Berater Teil 2
Mir ist kein Instrument bekannt, das so heftige Emotionen ausgelöst hat, wie Twitter: “So ein Blödsin!” sagen die einen. “Wer interessiert sich dafür, wann ich Kaffee trinke”, sagen die anderen.
Twitter hatte seinen Ursprung im Privaten und da ist es durchaus interessant, was der andere so tut. Wer seine Familie anruft, fragt vielleicht: “Na, was machst Du gerade?” “Och,” könnte die Antwort sein. “Ich sitze auf dem Balkon und lasse es mir gut gehen.” Das ist keine weltbewegende Information – aber sie schafft Nähe.
Manche Leute nutzen Twitter weiterhin in dieser Weise und machen gute Erfahrungen damit. Ich tue es nicht. Aber in dem Punkt treffen bei Twitter wirklich unterschiedliche Meinungen aufeinander.
Wie lässt sich also Twitter für den Verkauf einsetzten? Twitter ist ein Micro-Blogging-Dienst. Die Veröffentlichungen nennen sich “Tweets” und sind im Prinzip Mini-Mini-Blog-Artikel im Umfang von 140 Zeichen. Wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, lässt sich eine ganze Menge damit anfangen.
Ein mir bekannter Trainer arbeitet gut mit folgendem Modell: Er schreibt jeden Tag bis zu fünf Textnachrichten, also Tweets. In seine Tweets baut er immer wieder Links ein, die auf seine Homepage verweisen. So gewinnt er neue Besucher für seine Homepage. Dort finden die neuen Besucher ein Angebot für ein kostenloses WebInar, also ein Internet-Seminar. Das bedeutet, Interessenten können den Trainer gefahrlos beschnuppern. Aus den WebInar-Teilnehmern rekrutiert der Trainer seine Kunden.
Für ihn funktioniert das richtig gut. Dafür hat er nach und nach über 1.700 Follower (= Leser) aufgebaut.
Damit Twitter funktioniert, muss der Kunde zum Angebot geführt werden. Das gilt für alle Online- wie Offline-Werbemaßnahmen. Am Beispiel von Twitter soll der Prozess einmal durchgespielt werden.
Die meisten kennen das AIDA-Prinzip:
A – Attention: Aufmerksamkeit
I – Interest: Interesse am Angebot
D – Desire: Wecken des Kaufwunsches
A – Action: Handlung
Die Aufmerksamkeit weckt der Trainer bei Twitter und lenkt Leser auf seine Homepage. Dort wird dem Leser das Angebot des Trainers klar. Die Biografie des Trainers, Hinweise auf eigene Artikel und ein Buch bauen genügend Vertrauen auf, so dass sich Leser zum WebInar anmelden. Im Verlauf dessen, können sich die Leser vom Nutzen des Trainings überzeugen und letzte Zweifel ausräumen.
Social Media für Trainer und Berater Teil 1 – 3
Social Media für Trainer und Berater – Intro
Social Media für Trainer und Berater – Blogs
Social Media für Trainer und Berater – Twitter
Social Media für Trainer und Berater – Xing