Social Media für Trainer und Berater Teil 1
Kunden bei ihren Fragen abholen
Wie funktioniert das nun mit den Blogs und mit dem Verkauf? Stellen wir uns vor, ein Personaler würde einen Trainer suchen. Nennen wir ihn Klaus.
Klaus hat ein Problem: Er arbeitet bei einem mittelständischen Reiseveranstalter, einem Spezialisten für Fernreisen. Seit der Finanzkrise sind die Umsätze eingebrochen, denn die Deutschen fahren im Moment lieber an die Ostsee als in die Südsee. Einige Kollegen mussten entlassen werden und der Rest der Mannschaft ist niedergeschlagen. Am Morgen hatte es einen Besprechung mit der Geschäftsführung gegeben. Klaus hat den Auftrag, einen Motivationstrainer zu finden.
Klaus ist jetzt wieder in seinem Büro und er ist echt unzufrieden. “Motivation ist nicht unser Problem”, brummt er bei sich. “Keiner traut sich, mal was Kritisches zu sagen. Von wegen Motivation. Wir brauchen eine andere Kultur.” So gestimmt setzt er sich an seinen Rechner und wirft Google an. Er will herausfinden, was Motivationstrainings wirklich leisten können.

Bei seiner Recherche findet er einen Artikel der Trainerin Franzi. Franzi äußert sich ziemlich skeptisch was die Wirkung von Motivationstrainings angeht. “Aha”, denkt sich Klaus. “Die Frau versteht mich” und liest weitere Artikel auf ihrer Homepage. Franzi schreibt aus ihrem Trainingsalltag, von ihren Erfahrungen, von Konflikten und den Ursachen. Klaus findet die Texte richtig überzeugend. Zusätzlich prüft er die Referenzen auf ihrer Homepage und schreibt Franzi schließlich eine Mail, sie möchte sich doch einmal melden.
Was hat hier funktioniert?
Klaus hat ein Blog gefunden ohne speziell danach zu suchen. Blogs sind meistens ein Teil der Homepage. Oft sind sie in die Startseite eingebettet, manchmal auf einer Unterseite der Homepage.
Das Wort “Blog” ist die Kurzform von “Weblog”. Weblog steht für Tagebuch und weist darauf hin, dass jemand regelmäßig berichtet. Auf einem Blog sind die älteren Artikel immer unten, die jüngeren oben.
Im vorliegenden Beispiel hat Franzi den Klaus bei seinen Fragen abgeholt. Durch ihre Artikel konnte sie sein Vertrauen gewinnen. Im Beratungsgeschäft hat das Vertrauen einen besonderen Stellenwert. Ein Neu-Kunde kann die Beratungsleistung weder sehen noch anfassen noch zurückgeben. Kunden gehen mit einem Auftrag objektiv ein großes Risiko ein. Vertrauen auszubauen ist deshalb generell eine zentrale Aufgabe des Beratermearketings.
Blogs helfen dabei, Vertrauen aufzubauen. Sie können aber noch viel mehr:
- Hätte Klaus keinen direkten Bedarf, könnte er Franzis Artikel einfach abonnieren. Auf die Art würde er Franzi im Blick behalten und könnte zu einem passenderen Zeitpunkt auf sie zugehen.
- Die Leser eines Blogartikels haben die Möglichkeit, einen Kommenatar abzugeben. Für den Blogbetreiber sind die Kommentare hochinteressant. Sie zeigen, dass sein Blog gut besucht und interessant ist. Gleichzeitig bedeutet jeder Kommentar einen eingehenden Link, der sein Suchmaschinen-Ranking steigert.
- Vielleicht sind Ihnen schon einmal die Icons für Twitter und Facebook aufgefallen. Mit Hilfe dieser Buttons leiten Leser eines Blog gute Texte in die eigenen Netzwerke weiter. Sie sind inhaltlich Leseempfehlungen und sorgen für neue Besucher auf dem Blog.
- Wer schreibt, der bleibt. Das gilt auch für’s Bloggen. Blogbetreiber entscheiden, wie lange ihre Artikel im Netz bleiben. Zwölf Monate, drei Jahre oder länger. Welche andere PR-Maßnahme ist so langlebig?
Google liebt Homepages, die häufig aktualisiert werden. Neue Artikel sind für die Suchmaschine Anlässe, Homepages immer wieder zu besuchen. Indem Blogbetreiber ihre wichtigsten Suchbegriffe in die Artikel einstreuen oder als Schlagworte anhängen, verbessern sie ihr Suchmaschinen-Ranking.
Social Media für Trainer und Berater Teil 1 – 3
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